Bachelorarbeit zum Thema Cause Related Marketing und Digital Natives

Mit meiner Bachelorarbeit, die ich im Rahmen meines Studium an der SRH Hochschule Calw schreiben durfte, beschäftigte ich mich mit der besonders heiklen Frage, welche Anforderungen Digital Natives (Bezeichnung der Personengruppe, die bereits mit digitalen Medien aufgewachsen ist) an die heutige Werbung stellt.

Die Idee für meine Arbeit sowie das Interesse für das Thema kam durch die Begebenheit zustande, dass ich selbst gewisse Zweifel an der Glaubwürdigkeit der modernen Werbebotschaften hatte und habe. Hier stellte sich für mich die Frage, wie Maßnahmen wie Cause Related Marketing (Marketingmaßnahmen die bspw. den Verkauf von Produkten an die Vollbringung einer guten Tat knüpfen. Beispiel: Regenwald-Aktion von Krombacher) und dessen Glaubwürdigkeit tatsächlich von Digital Natives wahrgenommen wird.

Weiter unten erhalten Sie den Einblick in die Zusammenfassung der Ergebnisse meiner wissenschaftlichen Arbeit. Um meine gesamte Abschlussarbeit zu dem Thema zu lesen, klicken Sie einfach auf den unterstehenden Button.

Viel Spaß beim Lesen!

Titel: Cause Related Marketing (CRM) –Anforderungen der Zielgruppe Digital Natives

Schlussbetrachtung und zukünftige Entwicklung

Im Rahmen dieser Arbeit wurde mit Hilfe der aktuellen Literatur und einer Online-Um- frage Erkenntnisse über die Anforderungen der Digital Natives an das Cause Related Marketing gesammelt. Dabei konnte festgestellt werden, inwiefern die veränderte Um- welt die heranwachsende Generation der Digital Natives beeinflusst hat. Es zeigte sich, dass Digital Natives über die Grundanforderungen an die Werbung hinaus mehr erwar- ten als andere Personengruppen. Dabei galt es, die einzelnen Aspekte des Cause Related Marketings und dessen erfolgsbeeinflussenden Bestandteile herauszuarbeiten und sie auf die Anforderungen der Digital Natives hin zu überprüfen. Um zu verstehen, weshalb die Digital Natives andere Vorstellungen von Werbung im Allgemeinen haben, ist es

wichtig, sich über die Lebensweise dieser klar zu werden. Nachdem die wichtigen Aspekte aus dem Leben eines Digital Natives geklärt wurden, wie zum Beispiel die Verarbeitung von Informationen etc., konnten anhand dieser Erkenntnisse Hypothesen entworfen werden. Nach der Auswertung der Online-Umfrage konnten fast alle Hypothesen bestätigt werden. Es entstand lediglich eine leichte Abweichung beim Stellenwert des sozialen Engagements von Unternehmen an sich. Wichtig ist jedoch die Bestätigung der grundlegenden Anforderungen, die charakteristisch für die Personen- und Zielgruppe Digital Natives sind. Dazu zählt beispielsweise die skeptische Grundhaltung oder die Teilnahme an Aktionen wie einer Cause Related Marketing Kampagne unabhängig von der finanziellen Situation. Bedingt durch den Wertwandel in der Gesellschaft ist es Digital Natives vor allem wichtig, ein positives Gefühl beim Kauf eines Produkts zu erfah- ren. In einer Zeit der Schnelllebigkeit und der Profitgier der Unternehmen wollen sie mit ihrem Konsum auch etwas Gutes tun. Vor allem deshalb bieten Cause Related Marketing Kampagnen bei Digital Natives eine gute Möglichkeit, die unternehmerische Verantwor- tung auszuleben.

In Zukunft bleibt allerdings abzuwarten, ob das Konzept des Cause Related Marketings mit seinen verschiedenen Möglichkeiten und Varianten, in dieser Form weiterhin bestehen bleibt. Durch das Internet und dem direkten Dialog mit dem Konsumenten verlieren Unternehmen immer mehr die Kontrolle über die Steuerung einer Kampagne. Innerhalb von Stunden kann eine Werbemaßnahme immensen Schaden anrichten, wenn diese Anlass zur Skepsis gibt. Durch den schnellen Informationsaustausch können schlechte Neu- igkeiten auch viel schneller verbreitet werden. Durch soziale Netzwerke lassen sich Skandale durch wenige Klicks mit anderen teilen. Cause Related Marketing Maßnahmen müssen deshalb stringent geplant werden. Unternehmen müssen sich im Klaren sein, dass eine sorgfältige Betreuung des Projekts unabdingbar ist. Wer sich von vornherein dem Dialog mit dem Kunden bei eventuellen Missverständnissen verweigert, hat schon verloren. Der Schlüssel für den Erfolg ist hier die ausgewogene Mischung von der Bereitstellung der für den Nutzer relevanten Informationen und dem gesunden Maß an Werbung für das eigene Unternehmen. Denn Digital Natives wissen genau, dass solche Maß- nahmen nicht vollkommen uneigennützig sind. Deshalb sollte hier mit „offenen Karte“

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gespielt werden. Dies fördert die Glaubwürdigkeit und wirkt sich im weiteren Verlauf auch positiv auf das Unternehmensimage aus.

Eben dieser Aspekt der Glaubwürdigkeit könnte in Zukunft auch die größten Probleme bereiten. Durch den laufenden Fortschritt der Technik erlernen Kinder und junge Er- wachsene schon früh, Informationen zu sortieren und zu filtern. Dadurch könnte sich im Laufe der Zeit eine noch skeptischere Grundhaltung gegenüber der Werbung entwickeln. Teenager haben heute schon längst gelernt, nicht mehr allen Quellen aus dem Internet zu vertrauen. Aufgrund der vielen Vergleichsmöglichkeiten und Bewertungsportalen können immer mehr falsche Werbeversprechen aufgedeckt werden. Sie begreifen schnell, dass die in der Werbung beschriebenen Produkteigenschaften oft nicht der Wahrheit entsprechen. Wieso sollte dies für sie beim Cause Related Marketing an- ders sein? Es wird zwar berichtet, das für jede verkaufte Produkteinheit ein Geldbetrag an einen wohltätigen Zweck gespendet wird, doch woher wissen sie genau, ob das Geld auch wirklich ankommt? Eben dieses Misstrauen gilt es in Zukunft mit genauster Planung und gut durchdachter Kommunikation entgegenzuwirken. Dabei bleibt abzuwarten, ob sich mit eventuell neuen Technologien nicht auch wieder neue Wege für das Cause Related Marketing auftun.

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2019-02-15T21:48:15+00:00